Friedhoferweiterungsfläche versus Wohnungsbau – sozial und ökologisch

Wohnungsbau – sozial und ökologisch

 

In der Sitzung des Bezirksbeirats am 3. Februar stand wieder die geplante Bebauung der Friedhoferweiterungsfläche in Plieningen auf der Tagesordnung.

Um es vorweg zu sagen: Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen sich mit aller Kraft für den Wohnungsbau ein, um die herrschende Wohnungsnot zu lindern. Oberbürgermeister Fritz Kuhn und die grüne Gemeinderatsfraktion haben im ganzen Stadtgebiet in den letzten Jahren große Projekte vorangetrieben. Besonders wichtig für uns ist dabei der soziale Wohnungsbau und mehr Wohnraum für Familien.

Doch Wohnungen fehlen nicht nur in der Stadtmitte, sondern auch in Plieningen. Um die wertvollen (Acker-) Flächen zu schonen, müssen vorrangig ungenutzte Flächen und Baulücken innerhalb der Ortschaften bebaut werden. Gute Beispiele hierfür sind die Projekte „Alte Schule“, im Steckfeld und das Palotti-Areal.

Die inzwischen nicht mehr benötigte Erweiterungsfläche für den Friedhof Plieningen ist deshalb auch in den Fokus der Stadtverwaltung gerückt. Sie hat verschiedene Varianten für eine Bebauung geprüft und im Bezirksbeirat vorgestellt.

Letztlich hat sich der Bezirksbeirat nach langer und intensiver Debatte den grünen Argumenten angeschlossen und gegen die Bebauung der Friedhofsfläche gestimmt. Auch wenn die Erweiterungsfläche des Friedhofs frei ist – sinnvoll ist eine Bebauung dort nicht.

Die Fläche liegt bereits im Außenraum und ist denkbar schlecht bzw. gar nicht an den ÖPNV angebunden. Der ohnehin starke Autoverkehr in dem Bereich würde also weiter zunehmen und damit die jetzt schon starke Lärmbelastung weiter erhöhen.

Rund um die Friedhofsfläche liegen bereits Ausgleichsflächen. Für die Bebauung müssten auf der Plieninger Gemarkung weitere wertvolle Filder-Ackerböden als Ausgleichsflächen ausgewiesen werden. Auch im Interesse der Landwirte auf den Fildern lehnen wir das ebenso ab wie Ausgleichsflächen außerhalb der Stadtgrenzen.

Schließlich würde eine Bebauung massiv dem Klimaschutz widersprechen, da viele Fragen des Natur- und Artenschutzes noch gar nicht geklärt sind. Der Stuttgarter Gemeinderat hat mit dem Klimaschutzpaket im aktuellen Haushalt ein sehr deutliches Zeichen gesetzt. Das wollen wir in Plieningen mit sinnvoller Nachverdichtung bei vorhandenen Baulücken und Flächen unterstützen. Der dringend benötigte Wohnraum lässt sich auch auf diese Weise schaffen.

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