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Netzwerk-Kümmer:in für den Stuttgarter Süden

In der Sitzung des Bezirksbeirats Stuttgart-Süd vom 27.07.2021 haben wir den folgenden Antrag eingebracht, um die Finanzierung des Projekts KUGEL – KUlturen GEmeinsam Leben in Stuttgart-Süd auch in den kommenden Jahren weiter sicherzustellen.

Vielfältiger Stadtbezirk mit vielfältigen Initiativen

Der Stuttgarter Süden ist – mit seiner extremen Lage, seiner außerordentlich vielfältigen Bewohnerschaft, seiner herausfordernden Mobilitätsstruktur, seiner in jeder Hinsicht begehrten Plätze, seiner spannenden sozialen, kulturellen und sportlichen Möglichkeiten, seinen ehrenamtlichen Initiativen, den Menschen und Initiativen zugewandten Kirchengemeinden, den stadtgesellschaftlichen Experimenten im öffentlichen Raum und nicht zuletzt noch mit seinen traditionsreichen Brauereien – ein sehr besonderer Stadtbezirk.  

Dieser urbane aber trotzdem nachbarschaftlich orientierte und organisierte Stadtbezirk (man kennt sich) „expandiert“ stark in die Öffentlichkeit. Für die Zukunft liegt die große Herausforderung darin, die gewachsenen Sozialstrukturen in Einklang mit den aufstrebenden und innovativen Aktivitäten zu bringen. Diese Umtriebigkeit im Stuttgarter Süden ist eine gewollte und akzeptierte Entwicklungslinie. Das ist aber keinesfalls eine zufällige Entwicklung. Bereits vor rund 15 Jahren (?) wurden durch die Initiative „Heslach im Blick“, die maßgeblich der Bezirksbeirat mit aus der Taufe gehoben hatte, Weichen in diese Richtung gestellt. Und als Glücksfall kann man es betrachten, dass dem Süden ab dem Jahr 2016 durch eine Projektstelle (Projekt KUGEL, Träger IB) jemand zur Verfügung stand, der die Initiativen und Institutionen unterstützt und entlastet, die Menschen zusammenbringt und die Netzwerke knüpft – mit anderen Worten, der oder die sich kümmert. 

Kümmer:in für Gemeinwesenarbeit im Stadtbezirk wird dringend gebraucht

Fragt man die Institutionen und Initiativen im Stuttgarter Süden, so können sie sich ihre Gemeinwesen orientierten Angebote und Aktivitäten ohne diese Kümmer:in gar nicht mehr vorstellen. Dem Bezirksbeirat geht es genauso. Diese wertvolle Quartiersarbeit muss verstetigt und weiterentwickelt werden. Gerade jetzt durch die Corona bedingte Krise wurde deutlich, wie wichtig der soziale Nahraum für die Menschen ist – da hilft auch die ganze Digitalisierung nicht. Die Initiativen und Einrichtungen sorgen genau für diesen Nahraum. Sie ermöglichen in einer zum Teil auch angespannten Vielfalt friedliche Begegnung, Toleranz und Akzeptanz. Auch das haben wir gelernt durch die Corona Krise, dass dies kein Selbstläufer ist. Ein Stadtbezirk mit diesen besonderen räumlichen und gesellschaftlichen Ausmaßen braucht jemanden, der Menschen und Institutionen  zusammenbringt. Der Bezirksbeirat kämpft um diese Stelle. Das ist eine gute Investition in die Zukunft des Stadtbezirks.

Der Bezirksbeirat Stuttgart Süd beantragt:

Die Projektstelle KUGEL soll im Stadtbezirk verstetigt werden. Unabhängig vom aktuellen Träger soll eine Verstetigung auch die Weiterentwicklung des Konzepts der Netzwerk-Kümmer:in im Stadtbezirk ermöglichen. Die Erfahrungen und Prozesse der Projektstelle sollen dafür ausgewertet und dokumentiert werden sowie in das künftige Aufgabenprofil einfließen. Damit kann KUGEL auch beispielhaft für vergleichbare Projekte und Anforderungen in anderen Stadtbezirken dienen.

Unser Antrag wurde in der Sitzung des Bezirksbeirats Stuttgart-Süd am 27.07.2021 einstimmig angenommen. Am 12.08. beichtete die Stuttgarter Zeitung über die Notwendigkeit, das Projekt zu verstetigen

Breite Unterstützung für KUGEL

Neben den Bemühungen der Grünen Fraktion haben auch viele Initiativen und Engagierte in Stuttgart-Süd zum Erhalt der sozialen Quartierarbeit durch KUGEL aufgerufen und dafür einen offenen Brief an die Gemeinderatsfraktionen und die Stadtverwaltung aufgesetzt, über den u.a. auch die Stuttgarter Zeitung berichtete.

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