Klein List

Grafik: Heinz Lermann

Engagiert für Klein List

Die Stuttgarter Zeitung berichtet aktuell über den Neustart der Initiative rund um das Projekt Klein List, das der bekannte Architekt Heinz Lermann bereits 2015 erstmals vorgestellt hat. Jetzt soll es voran gehen, unterstützt von möglichst vielen Nachbarn – und natürlich von uns Grünen im Stuttgarter Süden.

Bäume, Beete, Bänke und mehr zwischen Strohberg und Römerstraße

Vor fast fünf Jahren wurde das Projekt „Klein List“ erstmals im Bezirksbeirat vorgestellt. Diese verkehrsberuhigte „Begegnungszone“ im Herzen des Lehenviertels soll der Liststraße zwischen der Römerstraße und dem Strohberg mehr Platz für Bäume, Bänke, Beete, Marktstände, Außengastro bringen – kurzum: Raum für die Menschen in dieser schönen Nachbarschaft.

Initiiert wurde Klein List von Dr. Berthold Stelzer, dem Inhaber der Hubertus-Apotheke (Ecke Liststraße / Strohberg) und dem in Stuttgart-Süd wohlbekannten Architekten Heinz Lermann. Letzterer hat durch die Gestaltung des Marienplatz in seiner heutigen Form bereits einen einzigartigen Ort für Menschen im Stadtbezirk geschaffen.

Lageplan von Klein List (Grafik: Heinz Lermann)

Leider verschwand das Projekt in den letzten Jahren etwas in der Versenkung, nachdem der Bezirksbeirat seinerzeit empfahl, „zunächst im Lehenviertel weiter Unterstützung zu sammeln und mit dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung zu besprechen, welche Maßnahmen möglich seien“. Unterstützer wurden in der Zeit danach gewonnen, doch weitere Maßnahmen liegen seitdem auf Eis.

Neustart mit lokaler Projektgruppe

Anfang dieses Jahres traf sich nun eine kleine Projektgruppe, bestehend aus Wolfgang Jaworek und Reinhard Otter aus der grünen Bezirksbeiratsfraktion zusammen mit der in der Nachbarschaft lebenden Landschaftsarchitektin Dorothee Egger und dem Klein-List-Urheber Lermann, um Ideen für eine Wiederbelebung zu sammeln.

Bedingt durch Corona ging die weitere Planung nur langsam voran, doch mittlerweile hat die Projektgruppe viele Informationen sowie erste Ideen sowie Betrachtungen rund um die Quartiers- und Verkehrsentwicklung auf der Webseite www.lehenideen.de zusammengestellt. Hier können sich Interessenten über eine kleine Umfrage melden, ihre Unterstützung erklären und eigene „Ideen fürs Lehen“ mitteilen. Für Herbst 2020 ist ein erstes Projekttreffen und ein Viertel-Rundgang geplant – natürlich unter Corona-Bedingungen im Freien, mit Abstand und ggf. in Kleingruppen.

Infonachmittag im Schatten der Wanderbaum-Allee

Ein erste Info-Veranstaltung fand bereits im Rahmen der Wanderbaumallee in der Liststraße im Juli 2020 statt. Dort ist unter anderem unsere Süd-Grüne Ute Hechtfischer engagiert. Sie organisierte spontan ein kleines Rahmenprogramm rund um die mobilen Stadtbäumen – unter anderem mit einem Tag für Klein List. Die Initiator_innen verteilten an einem sonnigen Samstag Infos und sprachen viele Nachbarn auf das Projekt an. Erstaunlich, wie viele Lehen-Bewohner_innen sich an die erste Vorstellung von Klein List erinnerten. Häufige Frage: „Warum gibt’s das denn immer noch nicht?“

Eben das wollen wir gemeinsam mit allen interessierten Nachbar_innen und im Dialog mit dem Stadtplanungsamt ändern. Nicht als Projekt, das die Verwaltung vorlegt, sondern in Form einer echten Bürgerbeteiligung, in der die Menschen, denen der begrünte und beruhigte Raum zur Verfügung steht, dabei mitreden, was dort hin kommt. Mit dabei war, neben vielen interessierten Nachbarn, auch die grüne OB-Kandidatin Veronika Kienzle, die sich über das Projekt informierte – und es natürlich ausdrücklich unterstützt.

Informationsveranstaltung zu Klein List und weiteren Begrünungsmaßnahmen im Lehenviertel am 18. Juli 2020. Interessierte Besucherin: OB-Kandidatin Veronika Kienzle (links) (Foto R. Otter)

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